Forschen unter besten Bedingungen in Finsterwalde
Das neue Labor- und Verwaltungsgebäude des Forschungsinstituts für Bergbaufolgelandschaften (FIB) im Brauhausweg bietet alles, was das Wissenschaftlerherz begehrt.
Wenn der Tagebau geht, bleibt die Landschaft in deutlich veränderter Form zurück. Wie diese saniert und bestmöglich rekultiviert werden kann, u.a. daran forschen die etwa 30 Mitarbeitenden des FIB in Finsterwalde. Zukünftig werden sie dies mit einer noch größeren Motivation tun können, denn das Umfeld rund um den dreigeschossigen Neubau des Institutsgebäudes ist mehr als inspirierend.
Ein ganzes Labor-Stockwerk, der einladende Innenhof und die modernen, offene Räume bieten beste Arbeitsbedingungen auf 1800 Quadratmetern.
Dass auch Architekt Jürgen Habermann Freude an diesem Projekt hatte, merkt man ihm bei der feierlichen Schlüsselübergabe an Institutsdirektor Dr. Michael Haubold-Rosar an. Er lobte das gute Miteinander in der gesamten Bauphase, die am 1. April 2019 begann und mit der Grundsteinlegung im April 2019 und dem Richtfest im November 2019 viele schöne Höhepunkte gehabt habe.
Dr. Michael Haubold-Rosar dankte allen Beteiligten für die gelungene Umsetzung. „Dieses neue Gebäude und das entgegengebrachte Vertrauen sind für uns Ansporn und Verpflichtung zugleich“, betont der Institutsdirektor am 27. Oktober. „Ich war auch froh, dass so viele regionale Firmen die Ausschreibungen für sich entscheiden konnten. So bleibt ein nicht unerheblicher Teil der Bausumme von elf Millionen Euro in der Region.“ Ein weiterer Grund zur Freude für Bauherr und Architekt: die Winterlinde, das prägende Objekt im Innenhof, überstand die Bauphase unbeschadet und bildet nun den grünen Mittelpunkt des Areals.
Bürgermeister Jörg Gampe betonte in seinen Grußworten die Wichtigkeit des FIB für die Sängerstadt: „Das Institut ist ein Aushängeschild für unsere Stadt. Ich wünsche Dr. Haubold-Rosar und seinem Team auch in Zukunft viele spannende Projekte in diesem modernen und motivierenden Umfeld und freue mich auch auf die Fortführung unserer Zusammenarbeit. Wie wir den Wasserhaushalt des Eierpielers in unserer Bürgerheide wieder stabilisieren können, beschäftigt derzeit viele Finsterwalderinnen und Finsterwalder. Dort sind wir gemeinsam mit dem FIB auf Lösungssuche.“
Das im Jahr 1992 gegründete Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften e.V. (FIB) in Finsterwalde beschäftigt sich mit den durch Rohstoffgewinnung geschädigten Landschaften, insbesondere im Lausitzer Braunkohlenrevier. Dafür erarbeiten das etwa 30-köpfige Team Sanierungslösungen mit den thematischen Schwerpunkten land- und forstwirtschaftliche Rekultivierung, Gewässerökologie sowie Landschaftsentwicklung und Naturschutz.

