Musikalische Lesung im Park der Stadtbibliothek am 14. August
Alles geht, bis nichts mehr geht. Aber was geschieht eigentlich mit unseren Herzen, wenn die Wegwerfmentalität auch in der Liebe angekommen ist?
In ihrem Staffelroman „Liebe würde helfen“ erzählen Eva Baronsky und Claudia Brendler von den Auswirkungen moderner Liebesinflation, von Menschen, die versuchen, auf verbrannter Erde Fuß zu fassen und immer wieder aufbrechen müssen, obwohl sie doch eigentlich nur ankommen wollen.
Die Stadt Finsterwalde veranstaltet die musikalischen Lesung am Samstag, den 14. August 2021 um 19 Uhr im Park der Stadtbibliothek Finsterwalde, Geschwister-Scholl-Straße 2. Der Kartenvorverkauf beginnt am Montag, den 12. Juli um 9 Uhr in der Touristinformation Finsterwalde und über das Ticketportal Reservix (www.reservix.de). Tickets gibt es zum Preis von 15,00 Euro (Schüler/Studenten 7,50 Euro).
Erspürt werden die Romanfiguren bei der Lesung auch musikalisch: von Claudia Brendlers Gitarre, die stets mitreist und mittlerweile ihren ganz eigenen Musikgeschmack entwickelt hat. So werden zwischen Flamenco und Heavy Metal (fast) alle Register gezogen, um Burkhard zu charakterisieren, dem buchstäblich das Herz bricht Laura, die in der Liebe so manisch wird, dass Jan nicht mehr weiß, wo er hingehört, Lydia, die auf den Dating-Plattformen immer der Trostpreis bleibt und viele andere Leid- und Glückstragende dieses Staffelromans.
Aber was ist eigentlich ein Staffelroman? Wie funktioniert die Arbeit zu zweit? Wie recherchiert man zum Thema Liebesinflation? All das und noch viel mehr erzählt Eva Baronsky, während Frau Brendler musikalisch schwelgt – denn diese Lesung ist kein bloßes Vorlesen, sondern eine Reise durch die Welt des Buches, gemeinsam mit dem Publikum, den Autorinnen und einer geballten Portion Ironie und Sehnsucht.
Über die Autorinnen:
Claudia Brendler sucht das Komische im Tragischen, das Poetische im Lustigen und findet dabei Eigenartiges, Ehrliches, Ernstes. Sie arbeitete als Gitarristin, Punk-Bassistin, Autorin, Comedienne, war mit dem Musik-Comedy-Duo Queens of Spleens in Kabarettsendungen des WDR, BR, SWR, SFB und SR zu Gast und tourt mit musikalischen Lesungen durch die Lande. Neben Bühnentexten und Kurzprosa veröffentlichte sie bisher sechs Romane – teilweise unter dem Pseudonym Leonie Faber.
Eva Baronsky arbeitete unter anderem als Journalistin, Grafikerin, Kommunikationsberaterin und Marmeladenverkäuferin. Inzwischen schreibt sie Romane, Theaterstücke, Libretti und Essays. Für ihren Debütroman »Herr Mozart wacht auf«, der sich über 100.000 mal und in zehn Länder verkaufte, wurde sie mit dem Friedrich-Hölderlin-Förderpreis ausgezeichnet.
Grafik: frechundschwefel