Starkregen macht „große Unterführung“ kurzzeitig unpassierbar

Entwässerung ist technisch bereits bestmöglich gelöst.

Während des Starkregens am Morgen des 10. August fielen in Finsterwalde ca. 20l/qm (im Norden der Stadt sogar stellenweise bis zu 40l/qm) innerhalb einer Stunde. Obwohl bei der umfangreichen Sanierung des gesamten Kreuzungsbereichs an der „großen Unterführung“ auch für die Entwässerung das technisch maximal Mögliche herausgeholt worden ist, kam es deswegen zu einer kurzzeitigen Unpassierbarkeit der Ein- und Ausfahrt des neuen Kreisverkehrs. Die Straße musste für kurze Zeit gesperrt werden.

Die Entwässerung funktioniert innerhalb der „großen Unterführung“ grundsätzlich so: Das durch Regeneinläufe aufgenommene Wasser wird mittels eines Pumpwerks in den Kanal der Berliner Straße gehoben und überpumpt. Von dort fließt das Wasser im freien Gefälle bis zur Kläranlage der Stadt Finsterwalde. Diese kann mit 10.000 Kubikmeter/Stunde umgehen, am Morgen des 10. August kamen jedoch 14.000 Kubikmeter/Stunde an, sodass sich das Wasser kurzzeitig in den Kanälen staute. So auch im Mischwasserkanal unter der „großen Unterführung“, der tiefsten Stelle der Straße, wo sich dann oberirdisch das Wasser sammelt.

In der „großen Unterführung“ fließt das Wasser von Teilen der Forststraße, des Kreisverkehrs mit Teilen der Bahnhofstraße, der Turnhallenstraße und des Gröbitzer Weges oberirdisch zusammen. Unterirdisch kommt dann noch ein großer Teil des Mischwassers der gesamten Nordstadt hinzu. „Besonders zu den Starkregenereignissen, die sich in den letzten Jahren gehäuft haben, werden wir immer wieder gefragt, warum die Entwässerung in der großen Unterführung vermeintlich nicht funktioniert. Die Antwort ist ganz einfach: Sie funktioniert bereits am Limit. Der verbaute Mischwasserkanal verfügt über die maximale Aufnahmekapazität. Auch die verbauten Pumpen leisten das, was technisch möglich ist. Wenn der Kanal jedoch voll ist, können auch die besten Pumpen kein Wasser mehr hineindrücken. Mehr konnte unter diesem Straßenkörper schlicht nicht verbaut werden, sodass wir bei Starkregen das kurzzeitige Volllaufen der Durchfahrt wohl oder übel akzeptieren müssen“, erklärt Andreas Mundt, stellv. Werkleiter des Entwässerungsbetriebes der Stadt Finsterwalde.

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Paula Hromada
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